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<<0>> Im letzten Jahr habe ich mich intensiv mit
<<2>> Meditation beschäftigt
<<3>> und mit meiner täglichen Praxis begonnen.
<<6>> Während meiner Studien stieß ich auf ein Konzept,
<<9>> das mich sofort wieder sehr angesprochen hat,
<<11>> und zwar so sehr, dass ich mich tief in die
<<13>> Forschung eingearbeitet habe.
<<14>> Es handelt sich um das japanische Konzept des
<<17>> Shinrin-Yoku
<<18>> oder Waldbadens. Dieses Konzept nahm seinen Anfang,
<<21>> als die japanische Forstbehörde die Hypothese
<<23>> aufstellte,
<<25>> dass Menschen gesünder sind, wenn sie Zeit
<<27>> im Wald verbringen.
<<29>> Wie sich herausstellt, gibt es eine beachtliche
<<32>> Menge an wissenschaftlichen Belegen, die dies stützen.
<<34>> Der Aufenthalt im Wald senkt unseren
<<36>> Serum-Cortisolspiegel,
<<38>> senkt den Blutdruck, senkt die Herzfrequenz
<<40>> und stärkt
<<41>> eine bestimmte Art von Immunzellen.
<<44>> Es verändert unsere Physiologie bereits bei
<<46>> einer einzigen
<<47>> kurzen Wanderung von weniger als zwei Stunden.
<<51>> Sobald ich das las, dachte ich an die
<<53>> vielen Stunden zurück, die ich in der unberührten Natur
<<55>> der abgelegenen Regionen
<<55>> der wunderschönen Berge im
<<57>> Westen der USA verbracht habe –
<<59>> an Orten wie dem Yellowstone, den Grand
<<61>> Tetons,
<<62>> dem Zion-Nationalpark und dem Grand Canyon.
<<65>> Ich bin durch die Regenwälder am
<<68>> westlichen Rand von Vancouver Island in
<<70>> British Columbia gewandert.
<<71>> Ich bin durch die Hügel und Täler
<<73>> Süddeutschlands gewandert.
<<74>> Egal in welchem Land, ich habe mich immer friedvoll,
<<78>> ganz und geheilt gefühlt, wenn ich Zeit
<<81>> unter den majestätischen Bäumen des Waldes verbracht habe.
<<84>> Warum fühle ich mich so? Was bringt uns dazu,
<<86>> uns verbundener und geerdeter zu fühlen,
<<89>> wenn wir Zeit in der Natur verbringen? Das hat
<<93>> mit chemischen Verbindungen zu tun, die man
<<94>> Phytonzide nennt. Phytonzide sind Moleküle,
<<98>> die von den Pflanzen des Waldes abgegeben werden.
<<100>> Dies sind Moleküle, die Ihnen vielleicht bekannt vorkommen,
<<102>> wie Alpha- und Beta-Pinen,
<<105>> Bornylacetat und Limonen. Einer der
<<108>> Bäume, die in den Wäldern im Norden der
<<110>> USA
<<111>> und in ganz Kanada wachsen, ist die Schwarzfichte (Black Spruce).
<<114>> Dieses Öl hat einen holzigen, erfrischenden Duft.
<<117>> Seine Chemie besteht zu einem großen Teil aus Bornylacetat,
<<120>> enthält aber auch Alpha-Pinen in beträchtlichen
<<122>> Mengen.
<<124>> Dieses Öl hilft uns, im Wald zu sein, wenn
<<126>> wir es einfach nicht selbst dorthin
<<128>> schaffen. Es wirkt erdend und
<<130>> fördert ein Gefühl von
<<132>> Ruhe und Entspannung. Es lindert
<<135>> Irritationen
<<136>> und hinterlässt ein erfrischendes Gefühl. Ich verneble
<<139>> dieses Öl mehrmals pro Woche, wenn der
<<142>> Wald
<<143>> es in dieser Woche einfach nicht in meinen Zeitplan
<<145>> geschafft hat.
<<147>> Es bringt mir die Natur nach Hause, wenn ich
<<150>> nicht zu ihr gehen kann.
<<152>> Es hilft mir, mit den Stressfaktoren umzugehen, die
<<154>> uns derzeit alle betreffen.
<<156>> Praktizieren Sie also ruhig selbst etwas Shinrin-Yoku,
<<158>> wann immer Sie können.
<<160>> Und wenn das nicht geht, öffnen Sie einfach Ihr Fläschchen
<<162>> mit
<<163>> Schwarzfichte (Black Spruce), um Ihren Geist und Ihre Seele
<<166>> zu den riesigen Bäumen des Waldes
<<169>> entfliehen zu lassen.